Die Voreingenommenheit von HR-Fachleuten in Bezug auf das zahnärztliche Erscheinungsbild

Die Studie zeigt die Wichtigkeit eines schönen Lächelns im Bewerbungsprozess und legt dar, unter welchen Vorurteilen Bewerber mit schlechten Zähnen leiden. Es wird deutlich, dass eine Sensibilisierung für dieses Thema dringend erforderlich ist.
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Unsere Studie

Bei PlusDental begegnen wir täglich Menschen, welche aufgrund von schlechtem bis gar keinem Zugang zu zahnärztlicher Versorgung, unter sowohl finanziellen als auch psychologischen Problemen leiden. Untersuchungen haben ergeben, dass nicht nur ein sozioökonomischer Faktor beim Zugang zur zahnärztlichen Versorgung und beim potenziellen Einkommen eine Rolle spielt, sondern dass die Wahrnehmung und das Einfühlungsvermögen in die Ästhetik des Lächelns weitgehend vom beruflichen und persönlichen Hintergrund einer Person abhängt. Wir haben beschlossen, eine eigene Umfrage zu diesem Thema durchzuführen, um das Bewusstsein der Personalverantwortlichen für mögliche Vorurteile gegenüber dem Lächeln zu schärfen und die Diskussion darüber zu fördern, wie der Zugang zu zahnärztlicher Versorgung einen Schlüsselfaktor für das Wohlstandsgefälle darstellt. Bevor wir unsere eigene Studie durchführten, haben wir unzählige von Fachleuten begutachtete Forschungsarbeiten zu diesem Thema geprüft und Beweise dafür gefunden, dass Menschen, die eine gute Zahnbehandlung erhalten, bessere Karrierechancen haben und dass die Sozioökonomie einen großen Einfluss auf den Zugang zur Zahnbehandlung hat. Zu den Studienergebnissen* gehören:

Lächeln schafft Vertrauen

Lächeln ist in der menschlichen Interaktionsebene grundlegende wichtig, um Vertrauen aufzubauen. Wenn ein Bewerber ein geringes Selbstwertgefühl hat und versucht, sein Lächeln zu verbergen, könnte dies als unkooperativ oder nervös erscheinen. (1)

Gute Zahnhygiene kann sich auf das Einkommen auswirken

Frauen, die in der Kindheit einen besseren Zugang zu fluoridiertem Wasser hatten, verdienen im Erwachsenenalter etwa 4% mehr als Frauen, die keinen Zugang zu fluoridiertem Wasser hatten. (2)

Zahnärztliche Arbeit und Einfühlungsvermögen

Menschen, die selbst eine kieferorthopädische Behandlung hatten, haben mehr Einfühlungsvermögen für diejenigen, die Probleme mit der Zahnpflege haben, als für diejenigen, die sich nie einer solchen Behandlung unterzogen haben. (3)

Auswirkungen des sozioökonomischen Status

Der sozioökonomische Status wirkt sich auf den Bedarf einer Person an zahnärztlicher Behandlung aus, wobei Personen mit einem niedrigeren wirtschaftlichen Hintergrund einen größeren Behandlungsbedarf aufweisen. (4)

Muster bezüglich der Zahngesundheit von Kindern

Kinder wurden seltener kieferorthopädisch behandelt, wenn die Eltern im Service oder Verkauf tätig waren, als Kinder, deren Eltern Manager oder Fachkräfte waren. Kinder aus ländlichen Gebieten hatten seltener eine zahnärztliche Behandlung (5)

Ungleichheit der Mundgesundheit

Das Einkommen spielt bei der Ungleichheit der Mundgesundheitsversorgung im Vergleich zur reinen Aufklärung über die Mundgesundheit stets eine große Rolle. Dies lässt vermuten, dass eine Verbesserung der sozioökonomischen Politik, die auf eine Erhöhung der finanziellen und materiellen Ressourcen abzielt, mehr zur Verringerung der Ungleichheit in der Mundgesundheit beitragen würde, als einfach nur die Aufklärung über gesundes Verhalten und Zahnpflegetechniken zu verbessern. (6)
*Alle Ergebnisse sind zum leichteren Verständnis umschrieben. Die genauen Zitate auf Englisch und die Quellen finden Sie unten auf dieser Seite in der Methodik.

Meinungsumfrage

Inspiriert von diesen Ergebnissen haben wir uns zu einer eigenen Studie entschlossen, in der Hoffnung, dass wir den Verantwortlichen veranschaulichen können, dass angemessene Subventionen für die zahnärztliche Versorgung eingeführt werden sollten, um den Bedürftigsten zu helfen. Darüber hinaus hoffen wir, dass wir durch die Aufdeckung jeglicher zahnärztlicher Vorurteile, die unter den Personalverantwortlichen bestehen, Einfühlungsvermögen und Verständnis für die sozioökonomischen Faktoren fördern und in der Branche das Bewusstsein dafür schaffen können, dass der Schwerpunkt eines Vorstellungsgesprächs immer auf den beruflichen Qualifikationen der Kandidaten und nicht auf ihrem Lächeln liegen sollte. Die Umfrage bestand aus mehreren Fragen, mit denen festgestellt werden sollte, ob bei der Einstellung von Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen wie Verkauf, Pflege oder Telemarketing zahnärztliche Vorurteile bestehen. Die Ergebnisse zeigen, inwieweit bei den Personalverantwortlichen in diesen Branchen Vorurteile aufgrund der Zahnästhetik bestehen.

Diskriminierung jeglicher Art ist in der modernen Gesellschaft inakzeptabel. In Bezug auf das äußere Erscheinungsbild herrschen jedoch in der heutigen Zeit immer mehr Vorurteile. Vor allem beim Bewerbungsprozess hat sich ein Idealbild eines „ästhetischen Lächelns“ etabliert, das stellvertretend als Indikator für gute Eigenschaften steht. Bewerbern mit schönen und gesunden Zähnen wird unbewusst viel eher die nötige Qualifikation für den jeweiligen Job zugesprochen als Bewerbern mit einem eher schlechten Gebiss. Erschwerend kommt hinzu, dass weltweit der Zugang zu einer guten zahnärztlichen Versorgung zunehmend von finanziellen Mitteln abhängig ist. In der Folge entsteht eine Kluft und eine immer größer werdende Chancen-Ungleichheit.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, erstklassige Zahnmedizin zu demokratisieren und jedem den Zugang zu einer Zahnkorrektur auf höchstem medizinischem Niveau zu ermöglichen. Daher ist es unser Anliegen, diese Diskussion zu fördern und die Gesellschaft für die oben beschriebenen Vorurteile und die Diskriminierung im Bewerbungsprozess zu sensibilisieren. Wir wünschen uns eine Zukunft, in der sich jeder eine Zahnkorrektur leisten kann, wenn er sich den Traum von einem schönen Lächeln erfüllen will. In der gerade Zähne aber kein Muss sind und sich niemand eine Lebenschance verbaut, nur weil er sich gegen eine Behandlung entschieden hat.

- Eva-Maria Meijnen Managing Director PlusDental

Ergebnisse aus DACH

Wie wichtig ist ein attraktives Lächeln für die Leistung eines Mitarbeiters in den unten angegebenen Rollen?

Wie wichtig ist innerhalb der Branche ein attraktives Lächeln für die Wahrnehmung eines Bewerbers in einem Vorstellungsgespräch für die unten angegebenen Rollen?

Bitte sehen Sie sich die folgenden Bilder von zwei Kandidaten mit ansonsten gleichen Qualifikationen an.

A

B

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Kandidat A gegenüber Kandidat B für ein Folgegespräch in den folgenden Rollen empfehlen?

Weltweite Ergebnisse

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Wie wichtig ist innerhalb der Branche ein attraktives Lächeln für die Wahrnehmung eines Bewerbers in einem Vorstellungsgespräch für die unten angegebenen Rollen?

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A

B

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Kandidat A gegenüber Kandidat B für ein Folgegespräch in den folgenden Rollen empfehlen?

Methodik

Quellen der Ergebnisse:

  1. “Smiling is frequently observed in social interactions between humans may be used as a signal of the intention to cooperate and build trust. “ Scharlemann, J., Eckel, C., Kacelnik, A. , Wilson, R. (2001) The value of a smile: Game theory with a human face. Journal of Economic Psychology 22

  2. “Women who were raised in communities with fluoridated water earn approximately 4% more in adulthood than women who were not.” Glied, S. and Neidell, M. (2008) The Economic Value of Teeth. NBER Working Paper No. 13879

  3. “Patients presented significant differences in the esthetic perception of midline diastema and gummy smile anomalies after they had completed orthodontic treatment.” Bolas-Colvee B, Tarazona B, Paredes- Gallardo V, Arias-De Luxan S (2018) Relationship between perception of smile esthetics and orthodontic treatment in Spanish patients. PLoS ONE 13(8): e0201102. https://doi.org/10.1371/ journal.pone.0201102

  4. “Subjects of low Socioeconomic Status (SES) exhibited greater normative and perceived treatment needs than subjects of higher SES. They were less satisfied with their dental appearance and visited a dentist less frequently.” Badran, S., Sabrah, A., Hadidi, S., Al-Khateeb, S. (2014) Effect of socioeconomic status on normative and perceived orthodontic treatment need. Angle Orthodontist, Vol 84, No 4

  5. “Children were less likely to have orthodontic treatment when parents were service or sales workers compared with children whose parents were managers or professionals, when family income was in the lowest, compared with highest quartile, when children had no supplementary insurance compared with children covered by private insurance, or when they lived in rural compared with urban areas.” Germa, A., Kaminski, M., Nabet, C. (2010) Impact of social and economic characteristics on orthodontic treatment among children and teenagers in France. Recherche épidémiologique en santé périnatale et santé des femmes et des enfants INSERM : U953, Université Pierre et Marie Curie.

  6. “The effect of education on income inequalities varied by oral health outcome, but income consistently explained over one third of the education effect on inequalities for the oral health outcomes used in this study. This suggests that future social and economic policy aimed at improving financial and material resources for individuals would better reduce socio-economic inequalities in oral health than those solely targeted toward changing oral health behaviour or knowledge acquisition of healthy behaviour.” Farmer, J., Phillips, R., Singhal, S., Quiñonez, (2017) Inequalities in oral health: Understanding the contributions of education and income. Can J Public Health 2017;108(3):e240–e245 doi: 10.17269/CJPH.108.5929

Umfrage

Die Umfrage wurde im Zeitraum zwischen dem 21. Januar und dem 10. Februar 2020 über eine Google-Formular-Umfrage an HR-Fachleute geschickt. Die Datenschutzrichtlinie für die Umfrage lautete wie folgt:

Datenschutzerklärung

Das Verfahren umfasst das Ausfüllen einer Umfrage, die etwa 2 Minuten dauert. Ihre Teilnahme an dieser Studie ist freiwillig: Wenn Sie sich für die Teilnahme an dieser Umfrage entscheiden, können Sie diese jederzeit widerrufen. Ihre Antworten werden vertraulich behandelt und es werden keine Informationen zur Identifizierung der Befragten gesammelt, wie z.B. Name, E-Mail-Adresse oder IP-Adresse. Die Ergebnisse dieser Studie werden für ein Forschungsprojekt verwendet, um ein Bewusstsein für Zahngesundheit zu schaffen. Keine einzelne Antwort wird isoliert analysiert. Die gesammelten Daten werden nur aggregiert interpretiert und in dieser Form an die breiteren Medien verteilt. Die Ergebnisse werden online kostenlos zur Verfügung gestellt und können von HR-/Rekrutierungsfachleuten verwendet werden. Die Fragen, die den Befragten gestellt werden, sind genau so, wie sie bei den obigen Ergebnissen stehen, wobei für die letzte Frage dasselbe Bild verwendet wird. Weitere Informationen zu den Fragen der Umfrage finden Sie unten.

Fragen der Umfrage

  1. Land des Wohnsitzes

  2. Geschlecht (männlich, weiblich, nicht-binär, lieber nicht sagen) Achtung: Diese Frage ist nur enthalten, um sicherzustellen, dass wir den Stichprobenumfang erreichen, der für die Modellierung einer repräsentativen Population erforderlich ist - wir werden keine Aufschlüsselung der Ergebnisse nach Geschlecht veröffentlichen.

  3. Alter. Achtung: Diese Frage ist nur enthalten, um sicherzustellen, dass wir den Stichprobenumfang erreichen, der für die Modellierung einer repräsentativen Population erforderlich ist - wir werden keine Aufschlüsselung der Ergebnisse nach Alter veröffentlichen.

  4. Ihre Beteiligung am Rekrutierungs-/Einstellungsprozess (Ich bin ein Personalvermittler, der für eine Firma arbeitet, die anderen Unternehmen bei der Besetzung ihrer Stellenangebote hilft; Ich bin Teil eines internen Rekrutierungsprozesses, der Teammanager bei der Besetzung ihrer Stellenangebote unterstützt; Ich bin nur für die Einstellung für mein eigenes Team verantwortlich; Ich bin nicht für die Rekrutierung oder Einstellung verantwortlich, aber ich bin Teil der Personalbranche; Ich bin nicht Teil der Personalbranche.). Achtung: Diese Frage ist nur enthalten, um sicherzustellen, dass wir den Stichprobenumfang erreichen, der für die Modellierung einer repräsentativen Population erforderlich ist - wir werden keine Aufschlüsselung der Ergebnisse nach professioneller Rolle veröffentlichen.

  5. Ihre abgeschlossene Ausbildung (Weniger als Abitur; Abitur oder gleichwertiger Abschluss (z.B. GED); irgendeine Hochschule, ohne Abschluss; Associated Degree (z.B. AA, AS); Bachelor-Abschluss (z.B. BA, BS); Master-Abschluss (z.B. MA, MS, MEd); Beruflicher Abschluss (z.B. MD, DDS, DVM); Promotion (z.B. Dr., PhD, EdD)). Achtung: Nicht-erforderliche Frage.

  6. Wie wichtig ist ein attraktives Lächeln für die Leistung eines Mitarbeiters in den angegebenen Rollen (Krankenschwester, Programmierer/IT-Techniker, Datenanalytiker/Statistiker, Vertriebsmitarbeiter, Business Management, Kundenservice (persönliche Rolle), Telemarketing-Rolle). Geben Sie Ihre Antwort auf einer Skala von 1 bis 7, wobei 1 ""Überhaupt nicht wichtig"" und 7 ""Sehr wichtig"" bedeutet.

  7. Wie wichtig ist innerhalb der Branche ein attraktives Lächeln für die Wahrnehmung eines Bewerbers während eines Gesprächs mit dem einstellenden Manager in den angegebenen Rollen (Krankenschwester, Programmierer/IT-Techniker, Datenanalyst/Statistiker, Vertriebsmitarbeiter, Business Management, Kundendienst (persönliche Rolle), Telemarketing-Rolle). Geben Sie Ihre Antwort auf einer Skala von 1 bis 7, wobei 1 ""Überhaupt nicht wichtig"" und 7 ""Sehr wichtig"" bedeutet.

  8. Bitte sehen Sie sich die untenstehenden Bilder von zwei Kandidaten mit ansonsten gleichen Qualifikationen an. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Kandidat A gegenüber Kandidat B für ein Folgegespräch in den Rollen (Krankenschwester, Programmierer/IT-Techniker, Datenanalytiker/Statistiker, Vertriebsmitarbeiter, Business Management, Kundendienst (persönliche Rolle), Telemarketing-Rolle) empfehlen. Geben Sie Ihre Antwort auf einer Skala von 1 bis 7, wobei 1 ""Überhaupt nicht wichtig"" und 7 ""Sehr wichtig"" bedeutet.

Die Befragten für die weltweiten Ergebnisse waren in Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, Island, Irland, Mexiko, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ansässig. Die Befragten für die regionalen Ergebnisse stammten ausschließlich aus der angegebenen Region.